Vermieten in Zeiten der Energiekrise
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Energiekrise stellt Deutschland vor neue Probleme

Diskussionen um Gaspreisbremse gehen weiter - Unternehmen und Haushalte zum Sparen aufgefordert

Ein Update zum 03.11.2022

Deutschland befindet sich in einer Energiekrise. Der Begriff der Energiekrise ist allerdings nichts Neues, bereits im Jahre 1973 gab es eine Energiekrise in Deutschland.  Die aktuelle Krise ist eine Wirtschaftskrise, in der die Energieträger knapp und somit teurer werden. Zudem sorgen politische Faktoren, wie der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, zu wirtschaftlichen Problemen. Die derzeitige Situation stellt nicht nur Firmen, sondern auch private Haushalte vor schier unüberwindbare Schwierigkeiten. Heizöl, Sprit, Gas und Strom verteuern sich und bringen Mehrausgaben von mehreren hundert Euro im Jahr für Verbraucher mit sich.  Die hohen Energiepreise sind zudem ein maßgebender Faktor, dass die Inflationsrate gestiegen ist. Grund für die derzeitige Energiekrise ist das Ungleichgeicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Welche Auswirkungen der Energiekrise sind spürbar?

  • hohe Energiepreise führen zu enorm gestiegenen Energierechnungen bei Privathaushalten und Unternehmen (Firmen geraten unter Umständen in Existenznot)
  • Produktionen werden gedrosselt
  • Produkte und Güter werden knapp (z.B. Baumaterialien)
  • Lebensmittel werden viel teurer, wie Butter, Sonnenblumenöl, Brotwaren
  • durch Engpässe beim Rohstoff Gas verteuern sich auch Produkte wie Kosmetik, Wasch- und Putzmittel oder Zahnpasta
  • Lieferkettenstörungen
  • Exportrückgänge
  • energieaufwendige Produktionen sind besonders betroffen (z.B. Metall- und chemische Industrie)

Was tut der Staat, um die Energiekrise abzufedern?

Die Bundesregierung ist mehr als gefordert, um dieser Energiekrise und den stark erhöhten Preisen entgegenzusteuern. Diverse Entlastungspakete sind geplant, die den Staat ca. 200 Milliarden Euro kosten werden. Dabei sollen die Preise für Strom und Gas gedeckelt werden, die lang diskutierte Gasumlage wurde nicht verwirklicht. Der Bundeskanzler Olaf Scholz sprach von einem "Doppelwumms", denn nicht nur Rentner, Familien und einkommensschwache Personen sollen entlastet werden, sondern auch Handwerksbetriebe und die Industrie.
Beim Bund-Länder-Treffen am 02.11.2022 einigte man sich auf die Preisbremse bei Gas und Strom. Der Beschluss sieht vor, dass der Gaspreis zum 01.03.2023 bei zwölf Cent pro Kilowattstunde für 80% des prognostizierten Jahresverbrauchs gedeckelt wird. Der Preis für Fernwärme bei einem Wert von 9,5 Cent. Die Gaspreisbremse soll bis mindestens Ende April 2024 gelten. Noch im Monat November soll aber geprüft werden, ob die Gaspreisbremse früher in Kraft treten kann. Im Dezember übernimmt der Staat mittels einer Einmalzahlung den Abschlag für Gas- und Fernwärmekunden. Dies gilt für Privathaushalte und Unternehmen, deren Verbrauch unter 1,5 Gigawattstunden pro Jahr liegt. Nutzer von Holzpellets und Öl werden allerdings nur in Härtefällen entlastet. Die Strompreisbremse soll ab Januar greifen. Der Strompreis für Privathaushalte wird dann ab Anfang kommenden Jahres bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.

Was können Sie als Vermieter tun, um höherem Verbrauch entgegenzuwirken?

Auch für Sie als Vermieter von Monteurwohnungen können die steigenden Kosten rasch zum Problem werden. In der Regel mieten Monteure und Handwerker die Monteurunterkünfte mit einer "Nebenkostenpauschale" an. Das führt oft dazu, dass sich die Gäste keine Gedanken darüber machen, was und wieviel verbraucht wird - lange Duschen, Heizung an, wenn das Fenster geöffnet ist, Lampen "brennen" in der gesamten Unterkunft und alle technischen Geräte sind im Dauerbetrieb. Das muss nicht sein! Wir möchten Ihnen an dieser Stelle ein paar Tipps geben, wie Sie Nebenkosten sparen können. Weitere Möglichkeiten entnehmen Sie gern unserem ausführlichen Ratgeber-Artikel.

  • Installieren Sie an Ihren Heizkörpern Thermostate, mit denen Sie die Raumtemperatur regulieren können. So reicht in der Nacht eine Raumtemperatur von ca. 18 Grad Celsius und am Tag von ca. 22 Grad Celsius. Jedes Grad weniger spart Heizkosten! Nutzen Sie eine Nachtabsenkung der Heizung.

  • Nehmen Sie evtl. die Kippfunktion an den Fenstern raus, um zu vermeiden, dass bei geöffnetem Fenster den ganzen Tag geheizt wird. Weisen Sie Ihre Gäste daraufhin, dass die Heizung heruntergedreht wird, wenn das Fenster offen ist.

  • Benutzen Sie für den Anschluss der Elektrogeräte Steckerleisten mit on/off Schalter. So können Sie diese Geräte bei Nichtbenutzung ausschalten und Kosten sparen.

  • Können die Monteure/ Gäste in der Unterkunft waschen, verweisen Sie darauf, dass es oft ausreicht, die schmutzige Wäsche bei 40°C zu waschen. Das spart Strom. Geben Sie die Möglichkeit, die Wäsche "lufttrocknen" zu lassen. So sparen Sie sich die Kosten eines Wäschetrockners und die damit einhergehenden Stromkosten.

  • Wechseln Sie zu Energiesparlampen! Diese Lampen verbrauchen nur ca. 20% der Energie, die die normalen Glühlampen benötigen. Sie sind deutlich langlebiger. Die höheren Anschaffungskosten für Energiesparlampen amortisieren sich in nur kurzer Zeit.

  • Reduzieren Sie den Wasserverbrauch auch in der Dusche. Mit einer Sparbrause anstatt des herkömmlichen Duschkopfes fließen weniger Liter Wasser pro Minute. Außerdem sind die Sparbrausen langlebiger, sie verkalken nicht so schnell. Ein Plus für Ihren Geldbeutel!

Bestellen Sie in unserem Shop den Aufkleber "Fenster geöffnet - Heizung ausschalten", um visuell auf Energiesparen (Heizkosten) hinzuweisen!

Bildquelle: https://www.iwd.de/artikel/entlastungspakete-was-bringt-der-wumms-563009/

Fragen und Antworten zum Vermieten während der Energiekrise

Mit geeigneten Maßnahmen (im Ratgeber-Artikel nachzulesen) können Sie als Vermieter von Monteurunterkünften die Kosten für den Strom-, Wasser- und Heizbedarf erheblich senken.
Ja, wir befinden uns in einer Energiekrise, die sowohl private Haushalte als auch Unternehmen und somit auch Sie als Vermieter belastet. Sie müssen in der Lage sein, die anfallenden Kosten von Ihren Einnahmen zu bezahlen. Verbrauchen die Gäste bei den Nebenkosten mehr als normal, kann der Mehrverbrauch nachberechnet werden.
Kommunizieren Sie den Mietern, welche Maßnahmen Sie ergreifen, um Strom-, Wasser- und Heizkosten zu sparen und appellieren Sie an die Gäste, dies auch zu tun. Weisen Sie mit entsprechenden Aushängen darauf hin, nutzen Sie unsere Aufkleber aus dem Shop oder Ihre Hausordnungen.

Hinweis:
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