Handwerk vs. Studium

07.02.2019 Felix Böhm

Die Schulzeit geht zu Ende, die Frage nach Ausbildung oder Studium steht an. Schon seit Jahren fällt die Antwort bei jungen Menschen mit (Fach)Hochschulreife zugunsten des akademischen Werdegangs. Der allseits grassierende Fachkräftemangel sollte die Politik eigentlich dazu aufrufen die qualifizierte Ausbildung gerade im Handwerk zu unterstützen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Noch immer wird die akademische Bildung finanziell bevorteilt. Besonders deutlich wird diese Diskrepanz in der Mittelverteilung der Begabtenförderung. Für das Handwerk fließen hier jährlich 50 Millionen Euro Fördermittel während dem akademischen Bereich 270 Millionen Euro jährliche Förderung zukommen. Doch das ist nur ein Bruchteil der Subventionierung akademischer Bildung. Hinzu kommen noch 350 Millionen für die Exzellenzförderung sowie 2 Milliarden Euro für den Hochschulpakt.

Handwerkspräsident Wollseifer kritisierte diese Ungleichheit in einem Interview mit dem Nachrichtenportal n-tv.de. Er forderte eine finanzielle Gleichbehandlung, die sich auch in der Meisterausbildung wiederfinden müsse. Gegenwärtig müssen angehende Meister bis zu 15.000 Euro an Kurs- und Prüfungskosten aufbringen. Wollseifer stellte dieser Rechnung das kostenfreie Studium entgegen. Um die Meisterausbildung kostenfrei anbieten zu können müsse der Bund etwa 60 Millionen Euro investieren. Eine Summe, die es nach Wollseifer unserer Gesellschaft wert sein sollte um das Meisterhandwerk auch zukünftig zu sichern. Eine Aussage, der man schlussendlich nur zustimmen kann.

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Felix Böhm
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