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Rudi Handwerker auf der Flucht in Schwerin

Eine Rettung vor dunklen Gestalten, Fluchtfahrt nach Schwerin und am Ende des Tages schwimmen Rudi und Wladi im Geld!

Flucht aus Schwerin

Ich grüße meine Leser recht herzlich aus dem schönen Schwerin. Mittlerweile sitze ich wieder etwas entspannter in dem Monteurzimmer von Wladimir und kann euch über die vergangenen ziemlich hektischen Stunden näheres berichten. Ich befand mich ja gestern Abend noch auf meiner spontanen, notgedrungenen Bahnfahrt nach Schwerin. Nachdem unser Zug plötzlich wegen einer angeblichen technischen Störung stoppte, bemerkte ich wie mich meine Verfolger wieder entdeckt hatten. Nachdem die schwarze Limousine neben dem Zugwaggon geparkt hatte stiegen zwei ziemlich finster dreinblickende Gestalten in schwarzen Maßanzügen aus und begaben sich zum nächsten Einstieg. Ich beobachtete die ganze Szene von meinem Platz am Fenster und zögerte keine Sekunde als ich sah wie die Beiden den Zug betraten.  Ich riss das Fenster runter und kletterte etwas ungeschickt durch die Öffnung, um mit einem beherzten Sprung ins Freie zu gelangen. Blöderweise hatten mich die zwei Gorillas bei der Aktion noch aus dem Augenwinkel entdeckt und stürmten in meine Richtung. Ich nahm meine Beine in die Hand und flüchtete über die Schienen in die Bahnhofshalle zurück und spurtete dann auf den Vorplatz ohne zu wissen wo ich eigentlich hin wollte.

Wladi, Retter in der Not

Plötzlich hörte ich ein lautes Hupen und Schreien von der anderen Straßenseite und sah auf einmal Wladimir im Auto wild gestikulierend. Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich beförderte mich schleunigst auf den Rücksitz bevor wir mit quietschenden Reifen unseren hinterherhetzenden zwei Verfolgern entkamen. Wladimir fuhr mit einem Höllentempo nach Schwerin und erzählte mir auf der Fahrt, dass er von der russischen Mafia verfolgt werde und unbedingt einen Deal durchziehen müsste um seine Schulden zurückzuzahlen. So langsam verstand ich was hier vor sich ging und versicherte Wladi ihn auf jeden Fall zu unterstützen. Als wir in Schwerin ankamen machten wir in Wladis Monteurzimmer erstmal eine kurze Pause und berieten uns. Wladimir hatte einen Käufer für den Inhalt seines rätselhaften Koffers in die Innenstadt beim Schweriner Dom bestellt. An Arbeit war jetzt sowieso nicht zu denken also begleitete ich meinen russischen Freund zum vereinbarten Treffpunkt und tatsächlich warteten die beiden Käufer schon am Westufer des Pfaffenteiches. Wladimir bezeigte mir mich zurückzuhalten und ihn den Deal abwickeln zu lassen und so hielt ich mich einige Meter weit im Hintergrund und beobachtete das Geschehen.

Reich für eine Nacht

Wladimir wechselte mit den zwei Herren ein paar Worte in seiner Landessprache und plötzlich tauschten sie den Koffer gegen eine große Sporttasche in die Wladimir einen kurzen Blick warf und mir dann zufrieden zulächelte. Ich fühlte mich allerdings nicht wirklich gut gelaunt und war dankbar als wir ohne Zwischenfall wieder zurück in unserer Monteurunterkunft eintrafen.  Wladimir öffnete die Sporttasche und schüttelte den Inhalt auf sein Bett. Ich traute meinen Augen kaum als ich sah wie dutzende von blauen und braunen Geldbündeln über die Matratze kullerten. Mehrere zehntausend Euro lagen da in unserem Zimmer und Wladi meinte nur er könne jetzt zumindest die erste Rate seiner Schulden begleichen. Ich wollte gar nicht erst wissen wie hoch er bei seinen Mafiafreunden in der Kreide steht und zog mich in mein Monteurzimmer zurück. Wladi wollte morgen nach Wilhelmshaven um die Sache über die Bühne zu bringen und blöderweise hab ich ihm ja versprochen dabei zu sein. Nun ja, hoffentlich ist das Ganze damit morgen auch endlich erledigt. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem neuesten Stand.

Bis dann, euer Rudi! 

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