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Rudi Handwerker kommt heute nach Offenbach

Rudi Handwerker hat heute seinen Kulturtag in Offenbach und wird über hessische Rivalitäten und kleine Holzhändler aufgeklärt!

Achtung, die Hessen kommen

Hallo allerseits,
nach meinem letzten Intermezzo mit zwei Graffitisprayern in Göttingen, machte ich diesmal Zwischenstation in meinem nächsten Monteurzimmer in Offenbach. Da ich an einem Freitagabend ankam hatte ich genug Gelegenheit die Stadt etwas besser kennenzulernen. Praktischerweise fand gerade das Mainuferfest statt und ich brachte mich dort für meinen Abendspaziergang mit ein paar Bierchen in Stimmung.
Auf meinem Weg durch die Innenstadt kam ich an einer sehr kleinen Statue vorbei, die meine Neugier erfasste. Ich fragte eine ältere Dame, die mir entgegen kam, welche Person sich hinter dieser Skulptur verbirgt und erfuhr, dass es sich um eine der berühmtesten Offenbacher Persönlichkeiten handelt: den Streichholzverkäufer Karl Winterkorn. Der Mann war seinerzeit gerade einmal 1.30m groß und bestritt zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Streichhölzern in Weinstuben im Frankfurter Raum. Witzig fand ich aber besonders seine Antwort auf die Frage nach seinem Beruf: Er bezeichnete sich selbst als "Holzhändler".

In Zwietracht vereint

Mit der alten Dame geriet ich immer mehr ins Plaudern und wurde von Ihr über die interessante und berüchtigte Rivalität zwischen Offenbach und Frankfurt in Kenntnis gesetzt. Die reicht zurück bis ins Mittelalter und entzündete sich an konfessionellen wie territorialen Konflikten zwischen den beiden Städten. Von der sportlichen Abneigung zwischen Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach hatte ich natürlich schon gehört und in der Vergangenheit auch mal ein paar Derbys verfolgt.  Meine Neugierde war bis auf weiteres damit gestillt und ich verabschiedete mich von meiner freundlichen Fremdenführerin.
Auf meinem Rückweg zu meiner Monteurunterkunft fiel mir auf, dass in Offenbach auch gerade die Nacht der Museen stattfand und die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ich besuchte also das Deutsche Ledermuseum, das Klingspor-Museum, das Haus der Stadtgeschichte und schaute auch nochmal kurz in das Talberg Museum rein. So gegen 4 Uhr morgens hatte ich dann aber auch genug Kulturflashs erlebt und fiel hundemüde in mein Bett. Blöderweise klingelte zwei Stunden später schon wieder mein Wecker und die Arbeit wartete. Ich quälte mich durch einen ewig langen Arbeitstag und sehnte den Feierabend herbei. Als es endlich soweit war traf ich noch kurz Wladimir und Roman. Die beiden Chaoten teilten mir noch kurz mit, dass wir gemeinsam am nächsten Morgen zu einer Großbaustelle nach Freiburg aufbrechen werden. Ich war natürlich alles andere als begeistert und hatte die schlimmsten Befürchtungen. Nicht ganz zu Unrecht wie sich bald herausstellen sollte. Aber davon mehr in meinem nächsten Bericht. Bis dann,

Euer Rudi

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