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Auf Entdeckungstour in Ludwigshafen am Rhein

Rudi Handwerkers Arbeitseinsatz in der größten Stadt der Pfalz. Hier erfahrt Ihr warum er in Ludwigshafen zuerst im Krankenhaus landet, alte Schulen saniert und zuletzt eine "albanische Nacht" erlebt.

Krankenbesuch in Ludwigshafen am Morgen

Schönen guten Morgen miteinander,

nachdem ich vorgestern ja mitten in der Nacht von meinem Kumpel Roman angerufen wurde, möchte ich euch heute berichten was geschehen war. Mit einem Wort: Durchfall! Mein lieber russischer Freund Wladimir hatte in der Nacht noch ein Date mit dem Notarzt. Allerdings ging es ihm am Folgetag schon deutlich besser und praktischerweise konnte ich ihm noch einen kurzen Besuch abstatten, da er im St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen eingeliefert wurde. Dort war nämlich auch mein nächster Montageeinsatz an einer alten Schule, die Renovierungsarbeiten nötig hatte.

Im Krankenhaus konnte ich mich von Wladimirs Genesung überzeugen, der schon wieder den blonden Krankenschwestern hinterherpfiff und zünftige russische Sauflieder zum Besten gab. Ich sprach ihn auf sein Befinden an und er erklärte mir, dass sein Krankenhausaufenthalt natürlich niemals auf das ehrwürdige, familiäre Kohlsuppenrezept zurückzuführen sei. Vielmehr machte er die Bauarbeitermarmelade vom Vortag dafür verantwortlich. Allerdings vergaß er dabei zu erwähnen, dass sowohl Roman und ich dieselben Hackbrötchen verputzt hatten und wir putzmunter waren. Dennoch ließ ich ihn in dem Glauben und begab mich auf den Weg zu meiner Baustelle.

Die BASF-Stadt am Abend

Die alte Schule befand sich im Stadtteil Friesenheim und wir begannen zügig mit dem Entkernen des Gebäudes. Am Abend war ich ziemlich platt und musste erstmal in meinem neuen Monteurzimmer abschalten. Das befand sich in einem schmucken Häuschen im Ortsteil Gartenstadt und wurde von einer freundlichen alten Dame vermietet. Sie zeigte mir die gemütliche Monteurwohnung mit Kochnische und anliegendem Bad und Dusche. Ich teilte mir die Wohnung mit einem albanischen Fensterputzer, der nur gebrochen Deutsch sprach. Sein Name war Adnan und er sah ziemlich versoffen und bestimmt zehn Jahre älter aus als er war. Ich lud ihn zu einem Bier in die Ludwigshafener Altstadt ein und erfuhr, dass er für einen Reinigungsdienstleister in der Personaldienststelle von BASF arbeitet.

Beeindruckend waren seine Kenntnisse über Ludwigshafen. Trotz seines schlechten Deutsch erklärte er mir, dass Ludwigshafen aus der sogenannten Mannheimer Rheinschanze hervorging und als solcher Brückenkopf der Mannheimer Festung war. Interessant war auch, dass die "Badische Anilin und Soda Fabrik" nur in die Pfalz auswich weil der Mannheimer Gemeinderat dem Betrieb kein Gelände zusprach. Die Mitarbeiter von BASF werden außerdem von den Ludwigshafenern nur die "Aniliner" genannt. Benannt nach der Teerfarbe Anilin, eine der ersten Produkte von BASF. Ich war beeindruckt von seinen Erzählungen und gab ihm ein Bier nach dem anderen aus.

Schlussendlich landeten wir in irgendeinem schäbigen Nachtklub am Hafen. Dummerweise erkannte ich recht spät, dass Adnan dort wohl als "Zechenpreller" berüchtigt war und gerade rechtzeitig konnten wir noch vor den Türstehern des Hauses flüchten. Zurück in unserer Wohnung hatten wir plötzlich einen Mordsappetit und machten uns erstmal noch 15 Spiegeleier und 5 Steaks. Satt und zufrieden sank ich dann irgendwann früh morgens in mein bequemes Bett und schlief ein. Gottseidank hatte ich am nächsten Tag frei. Dachte ich zumindest….

Rudi Handwerker in Ludwigshafen


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