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Halle (Saale) und Rudi Handwerker

In Halle ist das Dreamteam Rudi, Wladi und Roman im Einsatz. Die Hallersche Verwerfung, eine gewisse Mösendorf-Kieselwurm und großes wie kleines Glockenspiel stehen auf der Agenda. Und Rudis Schwester heult plötzlich…

Der Osten ruft!

Zusammen mit meinen Handwerkerkumpanen Wladimir und Roman machten wir uns heute auf nach Halle an der Saale. Unser Chef hatte mittlerweile über mein-Monteurzimmer.de unsere nächste Monteurunterkunft ausgesucht und mich mit den Formalitäten der Abwicklung betraut. Auf der wie üblich halsbrecherischen Fahrt nach Halle zückte ich mein Handy und suchte über die komfortable mein-Monteurzimmer.de-App die Adressdaten unserer Monteurwohnung. Nach wenigen Sekunden hatte ich die nötigen Kontaktdaten gefunden und unsere Vermieterin, eine gewisse Frau Mösendorf-Kieselwurm, am Apparat. Die ältere Dame sprach einen sächsischen Akzent der sich gewaschen hat und ich verstand nur die Hälfte. Aber zu guter Letzt konnte ich der guten Frau unsere Ankunftszeit und die Dauer unseres Aufenthalts nennen. Wir erreichten am späten Vormittag Halle und ich bewunderte die Ursprünglichkeit der größten Stadt von Sachsen-Anhalt. Als einzige deutsche Großstadt mit über 200.000 Einwohner hat Halle den zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden.

Große Glocken – kleiner Verstand!

Unsere Baustelle war in der Nähe des Marktplatzes und so konnten wir auf unserem Weg dorthin noch ein paar Sehenswürdigkeiten von Halle bestaunen. Da war zum einem der große rote Turm am Marktplatz mit dem zweitgrößten Glockenspiel der Welt. Als ich dieses meiner Meinung nach nicht ganz uninteressante Detail meinen beiden Kollegen erzählte, machte sich Roman einen Spaß daraus und meinte er wisse wo das größte Glockenspiel der Welt sei und deutete bedeutungsvoll auf seinen Schritt. Wladimir lachte daraufhin wie ein Bekloppter, während ich nur den Kopf schütteln konnte und  mich dem Geoskop näherte, mit dem man einen Blick auf die sogenannte Hallersche Marktplatzverwerfung haben kann: Eine in Deutschland einzigartige tektonische Hauptstörung, die quer über den Marktplatz von Halle verläuft. Nach wenigen Minuten waren wir dann schon an unserem Einsatzort angelangt und machten uns an die Arbeit. Wir kamen mit unseren Reparaturen recht zügig voran und konnten gegen 6 Uhr Schicht machen. Gemeinsam gingen wir zu Fuß in Richtung unserer Monteurwohnung, an der uns auch schon genannte Frau Mösendorf-Kieselwurm erwartete. Die Frau sah in etwa so aus wie Ihr Name klingt und übergab uns nach einem herzlichen Empfang die Schlüssel.

Süße Geschenke und romantische Gärten!

Nachdem Wladimir gottseidank Duschen gegangen war (er stank wieder mal wie ein totes Tier), durchstöberte ich mein Monteurzimmer. Auf meinem bequemen Bett fand ich einen süßen Willkommensgruß von der freundlichen Vermieterin. Ich verputzte die kleine Schokoladentafel und wollte Roman in der Küche Gesellschaft leisten. Unglücklicherweise kam er mir nackt entgegen und wollte ins Bad. Bei der Gelegenheit konnte ich mich allerdings revanchieren und meinte grinsend zu ihm ich wüsste jetzt endlich, wo das kleinste Glockenspiel der Welt sich befindet. Irgendwie schnallte er den Witz aber nicht und guckte mich etwas ratlos an. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und fragte mich, ob meine eben verspeiste Schokolade mehr Grips hatte als dieser Vollpfosten. Als dann kurze Zeit später Wladimir seine berüchtigte Kohlsuppe auf den Herd stellte, musste ich die schöne Monteurwohnung vorzeitig verlassen und machte noch einen kurzen Abstecher in Reicharts Garten, die stadtbekannte "Herberge der Romantik". Eine Gartenanlage, in der schon Dichter wie Goethe und Novalis gedankenversunken spazieren gingen. Ich tat es ihnen gleich und gönnte mir vor meiner Rückkehr zu Wladimir und Roman noch ein paar Minuten entspannender Einsamkeit. Aber da klingelte schon wieder mein Handy und meine Schwester war am Apparat. Sie heulte wie ein Schlosshund… 

Rudi Handwerker in Halle


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