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Rudi Handwerker auf Maloche in Bochum

Rudi lernt im Pott woher der Spruch "weg vom Fenster" kommt und genießt die kulturellen Schätze der Stadt!

Glück auf liebe Leser,
ich melde mich zurück aus der Arbeiterstadt Bochum. Ich hab gerade nach meinem wohlverdienten Feierabend in meinem Monteurzimmer die Füße hochgelegt und schreibe nun entspannt ein paar Zeilen über die heutigen Geschehnisse. Nach den letzten Fußballkrawallen in Rostock habe ich mir endlich mal Ruhe verordnet und konnte heute alleine mein Tagwerk verrichten.

Bochumer Kalendersprüche

Ich kam sehr früh am Morgen in Bochum an und fuhr erstmal nach Wattenscheid in den Stadtteil Eppendorf um meine Monteurunterkunft zu beziehen. Der freundliche Vermieter war ein rüstiger Rentner, der mir erzählte, dass er Jahrzehntelang im Bergbau gearbeitet hatte bevor die letzte Zeche auch in Bochum dicht machen musste. Er berichtete mir von alten Tagen wie er mit seinen Kumpels unter Tage malochte und erklärte mir was das Sprichwort "Jemand ist weg vom Fenster" mit dem Bergbau zu tun hat. Da die meisten Wohnungen ehemaliger Kumpels an den Bahngleisen zur Zeche früher lagen, beobachteten die alten Bergleute morgens ihre jungen Kollegen in der Bahn auf dem Weg dorthin. Wenn dann nach Jahren die ehemaligen Kumpels verstarben und morgens nicht mehr am Fenster standen, sagte man dazu eben nur "der ist weg vom Fenster". Der Spruch hatte sich dann langsam aus  diesem Kontext gelöst und ging in den allgemeinen Sprachgebrauch über. Ich fand die Anekdote sehr unterhaltsam und folgte noch dem Rat des alten Herrn, bei Gelegenheit einmal im Bochumer Bergbaumuseum vorbeizuschauen. Dort könne man auch noch allerlei Traditionen und Geschichten der Montanindustrie in der Region erfahren. Allerdings musste ich mich jetzt erstmal zu meinem Montageeinsatz in Leithe aufmachen.

Kulturprogramm im Pott

Ich kam also diesmal sehr pünktlich auf der Baustelle an und freute mich diesmal weder Wladimir noch Roman begegnen zu können. Die beiden sind auf einer Großbaustelle in Paderborn im Einsatz und konnten mir heute nicht in die Quere kommen. Die Tiefbauarbeiten an einer Pumpstation verliefen recht reibungslos und ich kam mit meinen Kollegen gut zurecht. Praktischerweise kamen wir so schnell voran, dass wir gemeinsam schon frühzeitig Feierabend machen konnten und alle erschöpft aber zufrieden in ihre Gruppenunterkünfte zurückkehrten. Ich wiederum folgte dem Vorschlag meines Vermieters und stattete dem Bergbaumuseum noch einen kurzen Besuch ab. Allerdings langweilte ich mich schon nach zehn Minuten und wollte viel lieber die kulinarischen Vorzüge des Ruhrpotts genießen. Gesagt, getan. Ich steuerte nach meinem kurzen Museumstrip die nächste Imbissbude an und schaufelte mir drei Portionen Currywurst mit Pommes Schranke zwischen die Kiemen. Das ganze spülte ich noch mit anderthalb Litern Herforder Pils runter und war dann hochmotiviert auch noch das berühmteste Musical der Welt  live zu erleben. Allerdings bekam ich so kurzfristig keine Karten mehr für die Abendvorstellung von "Starlight Express" und machte mich dann angesäuert auf den Rückweg zu meiner Monteurwohnung. Als ich dort ankam fand ich einen Brief vor meiner Haustür, in dem mir mein liebreizender Chef mitteilte, dass ich morgen bei der Großbaustelle in Paderborn eingeteilt wurde. Zusammen mit Roman und Wladimir in einem Trupp. Naja, was soll's. Die zwei Chaoten darf man sowieso nicht zu lange alleine lassen ;)

Euer Rudi

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