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Rudi Handwerker und die Augsburger Puppenkiste

Rudi Handwerker wird ins bayrische Schwaben gerufen: Ein Notfall in Augsburg, russischer Fahrstil und ein Feiertag von dem keiner was weiß. Und was findet Rudi da Spannendes in seinem Monteurzimmer? 

Morgens, halb 5 in Deutschland

Leute, das war einer dieser Tage, die man am besten aus dem Kalender streichen sollte. Alles begann mit einem Anruf von meinem heißgeliebten Chef, der mich am liebsten schon gestern zu einem Notfall in Augsburg einsetzen musste. Irgendein geistiger Tiefflieger hatte bei Tiefbauarbeiten eine zentrale Abwasserhauptleitung in der Altstadt angebohrt und den Schaden viel zu spät bemerkt. Daraufhin ist das frische Fundament völlig zugesuppt worden. Ich sollte daraufhin mit Roman und Wladimir das Schlimmste verhindern und, kurz gesagt, den Sumpf trockenlegen.

Bevor wir in Augsburg ankamen, galt es allerdings erst einmal den wahnsinnigen Fahrstil von Wladimir zu überleben. Mittlerweile weiß ich warum sie in Russland immer Videokameras in ihren Autos haben. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass wir mindestens ein dutzend Mal haarscharf an einer Massenkarambolage vorbeigeschlittert sind. Roman sah nach der Fahrt aus wie eine Wasserleiche und ich konnte nicht anders als Wladimir mit allen mir bekannten Schimpfwörtern zu bedenken. Er pflegt daraufhin immer nur zu sagen: "Rudi mein Freund, nix passiert, ich habe überlebt Krieg, nix Unfall - alles Gut!"  Welchen Krieg er da übrigens meint weiß kein Mensch, der Mann ist 32 und in Deutschland geboren.

Ankunft in Augsburg nach aufregender Fahrt

Aber die Fahrt war nur die Spitze des Eisbergs. Kaum waren wir vor Ort mussten wir feststellen, dass die gesamte Belegschaft einfach mal frühzeitig Feierabend gemacht hatte. Keiner der Vögel war weit und breit zu sehen, nur eine menschenleere Baustelle und ein durchfeuchtetes Fundament das schon anfing zu stinken. Während ich mich dann genervt an unsere Drecksarbeit machte, hatte die allgemeine Abwesenheit offenbar Vorbildwirkung für Wladimir und Roman. Die beiden fingen erstmal an ihre zweite Mittagspause vorzubereiten. Wladimir hatte tatsächlich wieder seine folgenschwere Kohlsuppe im Gepäck und ich wusste, dass mein Chef schon ein Monteurzimmer in Augsburg für die beiden zusammen gebucht hatte. Da hatte ich die Schnauze voll und beschloss den Rest des Tages das schöne Augsburg zu erkunden. Was die anderen können, kann ich schon lange.

Vorzeitiges Arbeitsende

Erstmal wollte ich aber mein eigenes, bequemes Monteurzimmer beziehen und suchte altbewährt auf mein-Monteurzimmer.de. Weil ich ja genug Zeit hatte schaute ich mir spaßeshalber ein paar Monteurunterkünfte in Friedberg, Königsbrunn und Stadtbergen an. Die einzelnen Monteurzimmer waren allesamt sehr sauber und gut ausgestattet. Viele mit eigenem Kochbereich und anliegendem Dusche mit WC. Schlussendlich entschied ich mich für das günstigste Angebot und kam mit dem Vermieter, einem älteren Herrn ins Gespräch. Er berichtete mir über Augsburgs Traditionen als Fuggerstadt und empfahl mir einen Besuch des schwäbischen Handwerkermuseums mit vielen historischen Werkstätten und alten Werkzeugen.

Das Augsburger Hohe Friedensfest

Also machte ich mich auf über mittlerweile ausgestorbene Handwerksberufe wie Bader oder Buchbinder einmal näheres zu erfahren. Doch kaum war ich an besagtem Museum angekommen musste ich feststellen wieso auch die Baustelle verlassen war und kein Geschäft der Stadt geöffnet hatte. Wir hatten den 8. August, das Augsburger Hohe Friedensfest. Der einzige gesetzliche Feiertag in Deutschland, der auf ein Stadtgebiet begrenzt ist. Na Klasse und mein Chef war nach meiner nicht einmal unzulässigen Abwesenheit auch noch stinksauer und hatte mir den Lohn gekürzt. Völlig entnervt kehrte ich in mein Monteurzimmer zurück und lass den Abend mit ein paar Bier ausklingen. Dabei fiel mir auf, dass mein Fernseher noch einen dieser uralten Videorekorder integriert hatte und im Fach darunter ein paar Kassetten lagen. Na immerhin noch etwas Unterhaltung zum Abschluss dieses versauten Tages, dachte ich mir. Dann schaute ich auf die Beschriftung und ließ den Kopf hängen. Da stand: "Augsburger Puppenkiste, Folgen 1 -26". Noch Fragen?

Rudi Handwerker in Augsburg


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