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Rudi Handwerker verschlägt es in die Domstadt Aachen

Rudi Handwerker hat in Aachen einen Blitzkrieg im Darm, entweiht beinahe den Dom und hat plötzlich Appetit auf fettige Blutwurst. Achja, der Kampfmittelräumdienst musste beinahe auch noch anrücken.

Verstopfung am Morgen

Was für eine Nacht! Ich hab praktisch keine Sekunde wirklich schlafen können! Gestern hab ich ja noch gemütlich in Hamburg mein Tatar mit Röstzwiebeln und Mayonnaise verputzt und heute sitz ich schon den halben Morgen in meiner Monteurwohnung auf dem Lokus. Ich hatte die Nacht über tödliche Bauchkrämpfe und dachte mehrfach ich bring bald ein Alien zur Welt.  Zwischenzeitlich hatte ich sogar die Befürchtung den Keramikbus fahren zu müssen, oder wie man auch sagt: den Porzellanbuddha anschreien. Aber gottseidank musste ich keine Bröckchen jodeln und behielt alles bei mir. Allerdings konnte ich so kaum arbeiten. Also rief ich meinen Chef an und bekam überraschenderweise den ganzen Tag ohne größeres Motzen frei.

Den Aachener Dom entweihen

Im Laufe des Nachmittags ging es mir schon wieder deutlich besser und ich beschloss einmal Aachen zu erkunden und im Aachener Dom vorbeizuschauen. Vorher konnte ich endlich wieder schachten und einem riesigen, braunen Aal das Leben schenken. Ich bewunderte mein Werk noch einige Minuten in der Keramikschüssel, bevor ich mit Wehmut die Spülung betätigte. Die Kanalarbeiter in Aachen haben jetzt eine Herausforderung mehr zu bewältigen, dachte ich mir noch auf dem Weg zum Dom. Als ich den gotischen Kaiserdom betrat, meldete sich aber wieder mein Magen zurück und ich musste schnellstmöglich eine Toilette finden. Dummerweise war weit und breit keine vorzufinden, also nahm ich erstmal auf einer der vorderen Bänke Platz, um meinen Krieg der Därme zu gewinnen. Zu meinem Unglück fingen meine Darmwinde auch zu musizieren an und ich merkte schon wie die Popotrompete anfing sich einzustimmen. Bevor aber ein lautmächtiges Konzert einsetzen konnte, verschwand ich aus den heiligen Hallen und schleppte mich mit schmerzverzerrter Miene durch die Stadt Richtung Fischmarkt, am Grashaus vorbei und stand plötzlich vor einem großen Gebäude. Wie ich später erfahren sollte, handelte es sich um das berühmte Haus Löwenstein. Eines der wenigen gotischen Bauwerke in Aachen, die den großen Stadtbrand von 1656 überdauert haben. Doch dieses historische Detail war mir in jenem Moment ziemlich egal, da ich mich mittlerweile zu einer für die Umwelt unschön produktiven Flatulenzmaschine mutierte.

Rettung in der Keramikabteilung

Ich rettete mich in ein Café in der Nähe und suchte schnellstmöglich das Harnsteinzimmer auf, um den Druck auf meinen Hinterachsen ablassen zu können. Nach einem gefühlten Klo-Triathlon konnte ich einigermaßen schmerzbefreit wieder die Fliesenabteilung verlassen und warnte die Cafébesitzerin noch die Räumlichkeiten für die nächsten Stunden nicht ohne Gasmaske zu betreten. Ich empfahl ihr im Zweifel den Kampfmittelräumdienst zu rufen, denn ich hatte die Befürchtung, dass diese Kampfgase nicht ohne chemische Keule zu bewältigen wären. Immerhin ging es mir wieder besser, sodass ich mir erstmal eine berühmte Aachener Spezialität einverleiben konnte: den sogenannten Öcher Kaviar mit Kompes. Eine schön fettige, gebratene Blutwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree. Dazu zischte ich noch ein paar Öcher Lager runter und hatte das Gefühl, dass mein Magen wieder eingerenkt war. Ich kehrte beschwingt in mein Monteurzimmer zurück und suchte gleich auch auf mein-Monteurzimmer.de meine nächste Monteurunterkunft für den kommenden Arbeitseinsatz in Bamberg. Ich freute mich schon aufs Schlenkerla, das berühmte Rauchbier der Stadt. Mehr dazu erzähl ich euch morgen…ich muss erstmal aufs Klo.

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